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Arbeiten in Dithmarschen

 

Moin aus Heide,

ich möchte Ihnen mein Projekt “Arbeit in Dithmarschen” vorstellen, dass ich ehrenamtlich koordiniere und dass die private und berufliche Integration von Neubürgern und Neubürgerinnen sowie die Vernetzung aller hierfür relevanen Akteure zum Ziel hat.

Seit 2015 engagiere ich mich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Von der Suche nach Sprachkursen, Wohnraum, Kitaplätze usw. ist alles dabei. Nach und nach beenden alle ihre Sprachkurse und daher ist das Thema Jobsuche aktuell.

Mir geht es dabei nicht um diejenigen, die als Jugendliche nach Deutschland gekommen sind und durch Schule, Lehrer und Mitschüler/innen bei der Integration in den Arbeitsmarkt sehr gut unterstützt sind (Ausnahmen werden natürlich nicht von meinem Projekt ausgeschlossen!).

“Arbeit in Dithmarschen” grenzt sich von den üblichen Jobmessen ab, da der Fokus auf der Ü25-Generation von Neubürgern und Neubürgerinnen liegt. Zum Beispiel erhält ein 30jähriger Mann aus Afghanistan, der in seinem Heimatland bereits gearbeitet und/oder eine Ausbildung erhalten hat, keine Förderung und wenig bis gar keine Unterstützung bei der Arbeitssuche.

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung des ehrenamtlichen Projekts “Arbeit in Dithmarschen” am 31.07.2019 ist die Folgeveranstaltung am 28.04.2021 (pandemiebedingt mit einem Jahr Verspätung) in Heide geplant.
https://www.dithmarschen.de/Quicknavigation/Startseite/Erfolgreiches-Date-mit-der-Wirtschaft.php?object=tx,2046.1&ModID=7&FID=2046.7906.1&NavID=2046.1&NavID=2046.15

Bei dieser Messe geht es nicht nur um Vermittlung von Ausbildungsplätzen, sondern es gibt auch Beratungen, Informationen und Angebote für die Bereiche Arbeit, EQJ, Ehrenamt, Minijobs, FSJ, Praktikum, Vereine, Umschulung, Bewerbung, Weiterbildung, Sprachkurse und vieles mehr.

Für Betriebe und Unternehmen ist diese Veranstaltung interessant, da direkt vor Ort Fragen zum Aufenthaltsrecht, Erlaubnis der Erwerbstätigkeit nicht-deutscher Bewerber/innen, berufsbezogene
Sprachkurse und Fördermittel geklärt werden können.
Ferner besteht die Möglichkeit erste Kontakte mit potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern aufzunehmen und Gespräche mit ihnen zu führen und sich mit anderen Akteuren zu vernetzen.
Anders als in 2019 kann “Arbeit in Dithmarschen” nur mit vorheriger Anmeldung besucht werden. Interessierte melden sich unter

> anmeldung-aid@web.de

an und wählen einen der vier 90-minütigen Termine (derzeit werden 20 bis 25 Personen pro Besuchergruppe geplant).
Anschließend erhält der/die Interessierte eine Anmeldebestätigung sowie die Mitteilung des genauen Veranstaltungsortes, der bewusst nicht veröffentlicht wird um Spontanbesuche möglichst zu vermeiden, sowie auch Hinweise zum Hygienekonzept.

Aktuell erreichen uns auch Anfragen hiesiger Bürgerinnen und Bürger, da derzeit keine ähnlichen Veranstaltungen stattfinden. Gern wird auch diesen Zutritt gewährt.

Vor der Pandemie haben wir für alle teilnehmenden Betriebe, Institutionen, Vereine usw. alle 4 bis 6 Wochen Treffen abgehalten. Um den gesetzlichen Vorgaben aufgrund der Pandemie Folge zu leisten, arbeite ich seit vergangenem Jahr mit einer kleinen Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Veranstaltung. Hierüber fertige ich Protokolle, die alle Messeteilnehmer per E-Mail erhalten.

Der Vorsitzende der DeHoGa Dithmarschen, hat ein Hygienekonzept erstellt, das in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Dithmarschen angepasst und aktualisiert wird, damit die Sicherheit aller gewährleistet ist.

Das ehrenamtliche Projekt “Arbeit in Dithmarschen” finanziert sich aus Fördermitteln und Spenden, u. A. vom schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten, Daniel Günther, und der DeHoGa
Dithmarschen, so dass die Teilnahme für Messeaussteller und Besucher kostenlos ist. Schirmherr dieser Veranstaltung ist Oliver Schmidt-Gutzat, Bürgermeister der Stadt Heide.
Wir freuen uns besonders auf den angekündigten Besuch von Stefan Schmidt, Beauftragter für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein.

Das Projekt nimmt etwa 10 bis 15 Stunden wöchentlich von meiner privaten Zeit in Anspruch. Die Arbeit macht mir Freude und ist herausfordernd. Ich will mir mit diesem Projekt kein Denkmal setzen sondern möchte vernetzen und unterstützen. Und NEIN, es ist nicht immer einfach: Manche Betriebe möchten keine geflüchteteten Menschen oder Leute mit Migrationshintergrund einstellen. Wegen der Corona-Pandemie haben auch einige Betriebe, Institutionen und Organisationen kurzfristig die Zusage ihrer Teilnahme an der Messe zurückgekommen. Und die Zielgruppe tut sich schwer damit, sich per E-Mail für die Veranstaltung anzumelden und möchten lieber spontan vorbeikommen.
Meine größte persönliche Enttäuschung ist aber die Absage von der AWO, dem Team “Integration und Migration” der hiesigen Kreisverwaltung und dem Diakonischen Werk Dithmarschen. Es gibt da wohl persönliche Befindlichkeiten, die auch in Gesprächen nicht geklärt werden konnten. Zu meinen großen Entsetzen ist der Landrat der zuständigen Kreisverwaltung für mich nicht zu sprechen um hier eine Klärung herbeizuführen. Dabei sollte ihm doch die Integration aller Neubürger m/w/d in “seinem” Landkreis wichtig sein, zumal deutlich wird, dass die von seiner Behörde häufig stattfindenden Länderabende nichts zur Integration beitragen.

Umso mehr freue ich mich, dass dennoch soviele Betriebe, Vereine und Institutionen vor Ort sind und ich von so vielen Seiten Unterstützung erfahre.

Gern stehe ich Ihnen für Rückfragen und weitere Informationen zur Verfügung und freue mich, wenn Sie die Veranstaltung “Arbeit in Dithmarschen – Einstieg zum Aufstieg für Neubürger m/w/d” unterstützen.

Auch wenn die Infektionszahlen im Kreis Dithmarschen als auch im Bundesland Schleswig-Holstein vergleichsweise niedrig sind, kann es durch pandemiebedingte Verordnungen zu einer kurzfristigen Absage der Messe kommen. Alle angemeldeten Teilnehmer/innen werden dann umgehend informiert und erhalten den Nachholtermin.

Mit freundlichen Grüßen

Carina Neumann

 

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